Die Pflanze mit den knallig-leuchtenden Hochblättern verdankt ihren Namen einem niederländischen Botaniker namens Hugo de Vries und wird auch Flammendes Schwert genannt. Vriesea ist eine Gattung der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Darunter finden sich etwa 300 Arten, von welchen sich einige auch als Zimmerpflanze eignen. Hybrid-Arten etwa sind in großer Vielfalt und unterschiedlichsten Farben erhältlich. Heimisch ist die Vriesea in den Tropen Südamerikas, wo sie in schwindelnder Höhe auf Bäumen wächst.
Die Vriesea wächst krautig und besteht meist aus festen, in Rosettenform wachsenden, schwertförmigen Blättern, die in ihrer Mitte einen Trichter bilden. Viele der Arten benötigen tatsächlich kein eigenes Substrat, da sie natürlicherweise auf Bäumen wachsen. Sie zählen daher zu den sogenannten Epiphyten.
Vorsicht: Die Vriesea ist giftig und unnötiger Kontakt sollte vermieden werden.
Was man bei der Vriesea oft mit der Blüte verwechselt, sind ihre besonders farbenfrohen Hochblätter, die aus dem Zentrum der Pflanze emporwachsen. Hier haben die verschiedenen Arten und Züchtungen eine riesige Auswahl an Farben und Formen zu bieten – von grellem rot, gelb und orange bis hin zu rosafarbenen, weißen oder dunkel-violetten Blättern ist alles dabei. Auch bei den unteren Blättern der Pflanze finden sich tolle Farbvariationen, etwa violett gefleckt oder gräulich. Die tatsächlichen Blütenstände der Vriesea sind im Gegensatz dazu eher unauffällig und bestehen aus kleinen, weißen Blüten an kurzen Stielen.
Vor der ersten Blüte bildet die Vriesea Kindel, das sind die Nachkommen, die aus der Mutterpflanze gebildet werden. Die Mutterpflanze selbst stirbt einige Zeit nach ihrer Blüte ab. Doch keine Sorge: bis dahin kann es viele Jahre dauern.
Eine Vriesea kann in Hydrokultur gehalten oder in handelsübliches Blumensubstrat gepflanzt werden. Sie ist nährstofftechnisch genügsam, daher müssen Sie nur wenig düngen, am besten im Frühjahr mit einem niedrig konzentrierten Flüssigdünger.
Die Vriesea mag einen hellen Standort ohne direkte Sonne, der auch halbschattig sein darf. Steht die Pflanze im Substrat, sollte man über die Sommermonate regelmäßig gießen, wobei die Erde aber zwischendurch antrocknen darf. Außerdem bevorzugt die Pflanze eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit und die Temperatur sollte ganzjährig warm sein.
Vriesea-Arten sind mit ihren bunten Hochblättern schöne und unübersehbare Zierpflanzen. Viele Arten benötigen kein Substrat und lassen sich auch in Terrarien pflanzen. Klassisch ist Vriesea splendens mit ihren roten bis gelben Hochblättern. Aus dieser Art zieht man auch die meisten Hybriden.
Gehölze mit lange haftenden Früchten sorgen mit leuchtenden Farben und Brillanz im zunehmend ruhigen Gartenbild für aufregende Momente – übrigens auch bei der stets hungrigen Vogelschar.
Ob Fichte oder Tanne, die Nadeln beider Bäume lassen sich zum Aromatisieren und Würzen von Speisen und Getränken verwenden. Wir haben es ausprobiert.
Im dritten Teil unserer fünfteiligen Serie widmen wir uns Wassersammelstellen im Garten: Regentonnen, Zisternen, Sickergräben, Teich und Sumpfbeet.
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